Gemeinsam Sprachen lernen – Lernpartnerschaften

 

Bildungszentrum Salzkammergut
Die Motivationen eine Sprache zu erlernen sind vielfältig wie die Sprachen selbst: bereits erworbene Sprachkenntnisse auffrischen oder erweitern, berufliche Erfordernisse, sich auf ein Sprachdiplom vorbereiten oder auch im Urlaub in der jeweiligen Sprache kommunizieren zu wollen können mögliche Gründe sein, sich eine Fremdsprache aneignen zu wollen.

Partnerschaftliches Fortbildungssystem
Gemeinsam Sprachen lernen beruht auf gleichberechtigter Lernpartnerschaft und gegenseitiger Unterstützung. Zwei Personen unterschiedlicher Muttersprache treffen sich um sich gegenseitig die jeweilige Fremdsprache näher zu bringen. Das Lernen in einer Lernpartnerschaft bedeutet sich Wissen aneignen in einem selbstgesteuerten, partnerschaftlichen Fortbildungssystem.

Das Bildungszentrum Salzkammergut findet für Sie eine passende Lernpartnerin, einen passenden Lernpartner und unterstützt Sie in der Gestaltung Ihrer individuellen Lernpartnerschaft um Ihre Lernbedürfnisse optimal zu arrangieren. Während der gesamten Lernpartnerschaft finden regelmäßige Reflexions- und Informationstreffen statt.

Die ersten Lernpartnerschaften starten im Herbst 2012.

 

Kontakt und Anmeldung
Birgit Riedler-Engl, M: b.riedler-engl@bildungszentrum-skgt.at oder 0699 – 17 77 50 24

 

 

STARTVERANSTALTUNG LERNPARTNERSCAHFTEN am 12. Okober 2012

Am 12. Oktober 2012 trafen sich 23 Lernpaare, also 46 Teilnehmer_innen am Bildungszentrum Salzkammergut um, ausgestattet mit einem Lerntagebuch und Lernunterlagen, in die Lernpartnerschaften zu starten. Es wird bis Mai 2013 in 10 verschiedenen Sprachen gelernt.

Wir wünschen den Lernpaaren viel Erfolg und Freude!

 

 

1. REFLEXIONSTREFFEN der Lernpartner_innen am Freitag, 07. Dezember 2012

Seit zirka zwei Monaten treffen sich die Lernpartner_innen, um sich gegenseitig die jeweils andere Erst- bzw. Muttersprache näher zu bringen. Das Bildungszentrum Salzkammergut lud am 07. Dezember 2012 zum Reflexionstreffen ein.

Ein Großteil der Lernpartner_innen kam nach Ebensee um einerseits die eigene Lernpartnerschaft zu reflektieren und sich mit anderen Lernpaaren auszutauschen und andererseits, um zum Thema „Mehrsprachigkeit“ mehr zu hören.

Die Lernpaare haben mit Judith Purkarthofer von der Uni Wien ein so genanntes „Sprachenprofil“ erstellt und hörten Interessantes rund um das große Thema Multilingualismus, denn, niemand ist einsprachig.

 

 

2. REFLEXIONSTREFFEN der Lernpartner_innen am Mittwoch, 30. Jänner 2013

Die Lernpartner_innen trafen sich zum 2. Reflexionstreffen im Bildungszentrum Ebensee. Neben der Reflexion der Lernerfahrungen wurde in diesem Zusammenhang das Freie Radio Salzkammergut von Mario Friedwagner vorgestellt. Außerdem erfuhren die Lernpartner_innen über über das Teilprojekt „Sprachfrequenzen – A Host in Translation“ das ebenfalls im Rahmen von ESPRIS 20 Audio-Sprachlernsendungen produzieren wird. Erika Preisel vom Freien Radio Salzkammergut brachte die Inhalte und Ideen rund um die Radiosendungen näher. www.freiesradio.at

 

 

3. REFLEXIONSTREFFEN der Lernpartner_innen am Mittwoch, 20. März 2013

 

„Was Sprache ist, ist eine schwer zu beantwortende Frage“ Kurt Druckenthaner.

Bei diesem Reflexionstreffen erhielten die Lernpartner_innen Inputs zum Thema Dialekt. Der Dialekt, der als gebräuchliche Sprache fungiert und auf Tradition wie auch Entwicklung basiert, ist für Menschen, die Deutsch lernen wollen, oft eine zusätzliche Herausforderung.

 

 

Außerdem wurden, wie bei jedem Reflexionstreffen, die Lernpartnerschaften reflektiert.

 

 

ABSCHLUSSFEIER der Lernpartnerschaften am Mittwoch, 15. Mai 2013 

Der erste Durchgang von „Gemeinsam Sprachen lernen – Lernpartnerschaften“ im Rahmen von ESPRIS fand gestern bei einer Abschlussfeier im Bildungszentrum Salzkammergut sein Ende.

Ob sich die Lernpaare während der Sommermonate, in denen das Projektteam von ESPRIS versucht, das Konzept zu überarbeiten um das Angebot optimal auf die Bedürfnisse der Lernpaare abzustimmen, dennoch treffen werden?

Wir glauben schon, denn es haben sich im Laufe der letzten 8 Monate gemeinsamen Lernens Freundschaften entwickelt, bei denen Lernen eine breitere Bedeutung bekam.

 

Forschungsfragen

Zu Beginn der Veranstaltung haben Assimina Gouma und Petra Neuhold von der Universität Wien ihr Teilprojekt von ESPRIS vorgestellt: mittels so genannter Aktionsforschung untersuchen sie auf wissenschaftlicher Ebene emanzipative Möglichkeiten des Spracherwerbs. Hierfür haben sie die Teilnehmer_innen ersucht, bei Gruppeninterviews zum Thema Sprache und Spracherwerb wie auch den Erfahrungen mit ihrem Umfeld, teilzunehmen.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung bzw. Begleitung kann in weiterer Folge sehr hilfreich für politische Empfehlungen sein. Das zur Verfügung stellen des jeweils eigenen Erfahrungsschatzes wird in Form von Honoraren abgegolten, denn es ist wichtig, die wirklichen Erlebnisse der Menschen den Entscheidungsträgern vorzulegen.

 

Freies Radio – Freies Radio Salzkammergut

Im Rahmen von ESPRIS werden, neben vielen anderen Aktivitäten, auch mehrsprachige Sprachlern-Radiosendungen produziert. Andrea Csiki vom Freien Radio Salzkammergut war bei der Abschlussfeier dabei und konnte sich nicht nur für den zweiten Durchgang der Lernpartnerschaften im Herbst anmelden um dann Ungarisch als Lernsprache anzubieten: Sie fand an diesem Abend auch Menschen, die sich für das Medium Freies Radio interessieren. So genannte zugangsoffene Radios ermöglichen praktisch jedem Menschen seine/ihre Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Freie Radios sind regional verankert und widerspiegeln so die Vielfalt einer Gesellschaft.

Nähere Informationen zu den Aktivitäten des Freien Radio Salzkammergut, den Möglichkeiten, sich dort einzubringen, und dem Teilprojekt von ESPRIS finden sich hier: www.freiesradio.at

 

 

Evaluierung 

Um während der Sommermonate die Idee der Lernpartnerschaften weiter zu entwickeln und auf die Bedürfnisse der Lernpaare anzupassen, wurde ein Evaluierungsleitfaden entwickelt und von den Teilnehmer_innen ausgefüllt. Neben den persönlichen Gesprächen und dem gegenseitigen Kennen lernen, das bei der Abschlussfeier im Vordergrund stand, hilft der Leitfaden, Anforderungen an das Konzept zu bündeln und zu verschriftlichen.

 

 

 

Lernpartnerschaften als Bild

 

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

 

Verwirrung, Konfusion – auch das sind Anteile, Erfahrungen, die gemacht werden, wenn man eine Sprache lernt. In Form von Bildern stellen die Lernpartner_innen ihr Lernen in der Partnerschaft dar. Die Beschreibung der Bilder zeigt abermals, wie viele Lebensbereiche das Sprache lernen betrifft und wie umfassend der Einzelne dadurch profitieren kann.

 

Administration, Teilnahmebestätigungen und Gruppenfoto

Nach allerhand Administration und der Verteilung der Teilnahmebestätigungen ein Gruppenfoto, dass an die 8 Monate des gemeinsamen Lernens erinnern soll. Die Hälfte der Teilnehmer_innen hat bereits ihr Interesse bekundet, im Herbst weiter zu lernen.

 

 

Gemütlicher Ausklang

Bei einem Gläschen Sekt und Brötchen der Ebenseer Ortsbäuerinnen fand der Abend einen gemütlichen Ausklang. In sechs verschiedenen Sprachen hallten die Gespräche und das Lachen durch das Bildungszentrum Salzkammergut…

 

 

STARTVERANSTALTUNG LERNPARTNERSCHAFTEN (2. Durchgang) am 11. Oktober 2013

 

Am Freitag, 11. Oktober 2013 fand die Startveranstaltung der Lernpartnerschaften im Bildungszentrum Salzkammergut statt.

Es gab auch für diesen, 2. Durchgang mehr als 90 Anmeldungen aus denen 26 Lernpaare gebildet werden konnten.

Die Paare lernen in 13 unterschiedlichen Sprachen: Arabisch, Armenisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ungarisch.

Am Beginn der Startveranstaltung wurde das Projekt ESPRIS mit seinen unterschiedlichen Teilprojekten, unter anderem dem des Freien Radio Salzkammergut, welches derzeit mehrsprachige Sprachlernsendungen produziert, vorgestellt. Siehe auch hier.

 

 

In der anschließenden „Kennenlern-Runde“ wurden Fragen nach der Motivation an einer Lernpartnerschaft teilzunehmen, nach der jeweiligen Erstsprache, nach Spracherleben etc. gemeinsam besprochen. Ein bunter Sprachenteppich, der sich in den Raum legte…

 

 

Alle Teilnehmer_innen erhielten eine Mappe mit Unterlagen und Materialien zur Lernpartnerschaft, wie einem so genannten Lerntagebuch und einer Lernvereinbahrung, die gemeinsam von den jeweiligen Lernpaaren erarbeitet und unterzeichnet werden.

 

 

 

1. REFLEXIONSTREFFEN DER LERNPARTNER_INNEN AM 29. NOVEMBER 2013

Am 29. November 2013 trafen sich die Lernpaare zu ihrem ersten Reflexionstreffen am Bildungszentrum Salzkammergut.

 

 

Assimina Gouma, unsere Projektpartnerin der Universität Wien, war dieses Mal zu Gast um mit den LernpartnerInnen zum Thema „Migration, Mehrsprachigkeit und Medien“ zu arbeiten.

Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit  kritischer Migrationsforschung und beforscht innerhalb von ESPRIS mögliche emanzipatorische Strategien für MigrantInnen.

 

A. Gouma zum Teilprojekt FORSCHUNG siehe auch: espris.at

 

Natürlich wurden auch – wie immer – die Lernpartnerschaften gemeinsam mit Birgit Riedler-Engl, Claudia Loidl und Reinhard Lehner reflektiert und besprochen.

 

 2. Reflexionstreffen der Lernpartner_innen am Freitag, 17. Jänner 2013 im Bildungszentrum Salzkammergut

 

Am Freitag, den 17. Jänner fand das 2. Reflexionstreffen der Lernpartnerschaften statt.

Dieses Mal war Judith Purkarthofer von der Uni Wien zu Gast, um mit den Teilnehmer_innen zum Thema „Mehrsprachigkeit und Spracherleben“ zu arbeiten.

 

 

Natürlich wurden – wie immer – die Lernpartnerschaften reflektiert und besprochen.

 

Auch dieses Mal war Assimina Gouma von der Universität Wien wieder dabei. In ihrer Forschung zum Projekt ESPRIS geht es um emanzipative Strategien für Migrant_innen beim Spracherwerb.

Das Freie Radio Salzkammergut war auch vertreten. Dort werden derzeit mehrsprachige Sendungen produziert, ein Teil der Radiobeiträge handelt von den Lernpartnerschaften.

 

 

Dinora Christina Cortes Contreras hat in der Pause ihre in Kolumbien handgefertigten Brillen und Uhren vorgestellt.

 

 

Die verwendeten Hölzer sind edle, unlackierte und FSCE zertifizierte Tropenhölzer, Reste aus der Möbelindustrie. Die Armbänder der Uhren sind innen aus weichem Ziegenleder und außen aus robustem Rindsleder. Die Uhrwerke werden in Japan hergestellt.

Maguaco ist eine kolumbianische Kunsthandwerk-Werstatt, die sich seit 2003 mit dem Design und der Herstellung von Mode-Accessoires aus Naturmaterialien beschäftigt. Maguaco erhielt bereits einige Auszeichungen.

 

3. Reflexionstreffen der Lernpartnerschaften am 14. März 2014 im Bildungszentrum Salzkammergut in Ebensee

 

 

Neben der Reflexion und Besprechung der Lernpartnerschaften war bei diesem Reflexionstreffen Kurt Druckenthaner zu Gast um den Gebrauch des Dialekts zu thematisieren.

 

 

Es geht an:

 

Der Dialekt – bzw. die Umgangssprache – stellt oftmals eine große Herausforderung dar. Für viele Zugewanderte ist es schwer, die Personen, die in der Umgangssprache sprechen, zu verstehen. Das Verwenden des Dialekts bzw. der Umgangssprache kann als Ausschlussmechanismus wirken oder gar verwendet werden, viele Menschen sind aber auch gar nicht in der Lage so genanntes Schriftdeutsch zu sprechen.

Im zweiten Teil des Abends wurden – wie bei jedem Reflexionstreffen – die Lernpartnerschatften besprochen.

 

 

 

 

 

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